
Mo, Mi, Fr 18.00-20.00 Uhr
Im Notfall:
Baby, die jetzt Püppchen heißt, musste von ihrer ehemaligen Dosenöffnerin wegen Krankheit abgeben werden. Schon nach wenigen Tagen auf der Pflegestelle gab es für Püppchen die „Liebe auf den ersten Blick“ Herr G. und Frau H. suchten eine Zweitkatze zu ihrem Kater und wollten ursprünglich die Katzenkinder in der Pflegestelle anschauen. Denen stahl Püppchen dann aber die Show indem sie gleich Herrn G. um die Beine strich und als sich die Blicke trafen war es um beide geschehen. Püppchen zog dann bei Herrn G. und Frau H. ein. Die erste Rückmeldung lautete: Sie hat Herrn G. und mich schon kräftig um die Kralle gewickelt. Mit unserem Puppa hat sie noch ihre Schwierigkeiten. Aber bis auf 2 m darf sie schon an ihn ran. Herr G. macht sich noch immer einen Kopf, dass es mit den beiden nicht klappt, aber ich glaube, die Ausgangssituation für die beiden ist bis jetzt sehr gut. Die zweite Rückmeldung: Heute Morgen wurde ich auch schon mit einem kräftigen Mau an meinem Ohr aus dem Bett geworfen, was wohl hieß: Jetzt streicheln, aber zackig. Zu dieser Zeit ging unser Puppa draußen spazieren, da konnte sie schon eine freche Lippe riskieren. Als der dann rein kam ging sie brav unter ihr Bett im Zimmer gegenüber der Küche. In der Ecke geht der Heizungskamin nach oben. Dort ist es wunderbar dunkel und warm. Was erfreulich ist, Puppa hatte morgens immer noch Nassfutter übrig, das ist jetzt ganz weggeputzt, kein Krümel mehr auf dem Teller. Auch das Trockenfutter erfreut sich großer Beliebtheit; sie putzt ganz ordentlich weg. Ist ja auch vernünftig, wenn man so ein Krümel ist. Gestern hat sie sich mit einem Tennisball vergnügt und rumgetobt; sie kann unheimlich schön spielen; ich hoffe, unser Puppa lernt das noch von ihr. Dritte Rückmeldung: unsere Süße hat sich zum „Formel-1-Wusel“ entwickelt. Sie flitzt mit einem Tempo durch die Wohnung, dass einem Angst und bange wird. Den Weg von unserem Küchentisch zur Spüle kann man nur mit äußerster Vorsicht zurücklegen, weil plötzlich ein schwarzer Blitz durch die Küche fliegt. Sie springt im Wintergarten gleich über drei große Übertöpfe, fliegt zu Puppa auf die Fußmatte, die vor der Wintergartentüre liegt, kriegt die Bremse nicht mehr richtig, fliegt über Puppa, auf den Stuhl und gleich auf der anderen Seite wieder runter. Puppa hat sich vorgestern immer wieder verdrückt, wenn sie kam, gestern ist er liegen geblieben und hat sie machen lassen. Und auf einmal hat er die Rennerei mitgemacht, ist natürlich nicht so wendig wie die Kleine und hängt hinter ihr her und rutscht auch schon mal heftig zur Seite. Aber wenn sie die beiden ansehen, muss das „Mörderspaß“ machen. Er knurrt sie nur noch an, wenn er seine Ruhe haben will. Puppa war gestern Abend so müde, dass er auf der Fernsehcouch auf der ersten Etage statt in meinem Bett eingeschlafen ist. Das hat dann einfach Püppchen besetzt und sich in meinem Arm eingekuschelt. Und als es bei mir nicht mehr so schön war, ist sie einfach zu Herrn G. rübergezogen. Heute Morgen wollte sie dann nicht mit uns aufstehen – war einfach zu schön. Puppa hat es heute bei dem wunderschönen Herbstwetter vorgezogen, nach seinem Morgenspaziergang draußen zu bleiben – er will vermutlich heute einmal seine Ruhe haben. Allmählich fängt sie an, die Tische und Schränke zu erobern. Wenn ich dann ein deutliches „Nein“ sage, schaut sie mich an: „Aber das darf ich doch!!!!!“ Das ist ein derartig treuer Blick, der zum Lachen reizt, ich habe manchmal wirklich Probleme, dann konsequent zu bleiben. Alles in allem ist sie eine furchtbar Süße, die unseren Haushalt ganz hübsch aufmischt.